Tunis ist eine
moderne Hauptstadt
mit eleganten
Hotels, Geschäften
und
Unterhaltungsmöglichkeiten
aller Art. In der
Mitte liegt die
Medina (die
Altstadt), eine der
am besten erhaltenen
mittelalterlichen
Städte der
islamischen Welt.
Der Haupteingang an
der Porte de France
und der britischen
Botschaft führt
direkt zur Rue
Djamaa Ez-Zitouna,
der Hauptstraße der
Souks (Märkte).
Weitere Souks, die
sich mitunter auf
ganz bestimmte
Produkte
spezialisiert haben,
zweigen von der
Hauptstraße ab.
Djamaa Ez-Zitouna,
die große Moschee,
ist eine gute
Orientierungshilfe.
Das Bardo-Museum ist
im ehemaligen Palast
des Bey
untergebracht und
beherbergt
karthagische,
römische,
byzantinische und
arabische Schätze.
Das Nationalmuseum
hat prähistorische,
punische, römische
und byzantinische
Ausstellungsstücke
und steht auf den
Ruinen des
Antonius-Bades, das
man ebenfalls
besichtigen kann.
Im bewaldeten
Belvédère-Park
oberhalb der Stadt
gibt es einen
moslemischen
Pavillon und einen
Zoo. Im Vorort La
Soukra findet man
einen Golfplatz und
Reitställe.
Urlaubsorte
Im Nordosten von
Tunis liegt der
Hafen und Badeort La
Goulette; dort kann
man an heißen
Sommernächten vor
den Restaurants und
Cafés sitzen und
Fischspezialitäten
und andere
tunesische Gerichte
an der frischen Luft
genießen. Weiter an
der Küste entlang
gibt es die Ruinen
von Karthago zu
besichtigen, einer
Stadt, die einst
ebenso berühmt war
wie Rom (s.
Historische
Stätten); Sidi-Bou
Said, La Marsa und
Gammarth sind
ebenfalls
sehenswert. Alle
Städte können von
Tunis aus mit der
Bahn erreicht
werden. Sidi-Bou
Said ist eine mit
Bougainvillea,
Nelken und Geranien
bewachsene
Landspitze mit
vielen, im
andalusischen Stil
erbauten Villen mit
leuchtendblauen
Türen und
Fensterläden. La
Marsa, Gammarth und
Raouad liegen in
einer grünen
Landschaft mit
herrlichen
Sandstränden und
bieten
ausgezeichnete
Hotels,
internationale
Restaurants und ein
interessantes
Nachtleben.
In den südlichen
Randgebieten liegt
Hammam-Lif, ein
kleines Urlaubsdorf
am Strand, das vom
Djebel Bou Kornine
(einem Berg mit zwei
Gipfeln) überragt
wird.
Der Norden
Dieser als »Grünes
Tunesien« bekannte
Landesteil ist eine
wunderschöne Gegend
mit Hügeln, Bergen
und fruchtbaren
Ebenen. Das Wetter
ist auch im Sommer
etwas kühler als im
Süden. Die Hotels an
der Küste sind
erstklassig. Bizerte
war früher die
römische Stadt Hippo
Dyarrytus. Der alte
Fischereihafen, die
Kasbah (arabisches
Altstadtviertel) und
das andalusische
Viertel sind
erhalten geblieben.
Breite Alleen ziehen
sich durch die
Stadt, moderne
Hotels mit schönen
Gärten und die
prächtige
Kongresshalle liegen
an der Corniche
oberhalb der Dünen.
Die Landschaft um
Cap Bizerte, Cap
Blanc, den
Bizerte-See und den
Ichkeul-See lädt zu
Spazierfahrten ein.
Der Ichkeul-See ist
das Habitat vieler
Arten von Federwild
und der bewaldete
Djebel Ichkeul die
Heimat von Büffeln.
Utica
Utica, 32 km von
Bizerte und Tunis
entfernt, ist eine
alte phönizische
Siedlung (s.
Historische
Stätten). Raf Raf in
der Nähe ist ein
bezauberndes Dorf
auf einer
Hügelkuppe.
Nach Tabarka, einer
Hafen- und
Urlaubsstadt ca. 140
km westlich von
Bizerte, gelangt man
über eine
kurvenreiche Straße,
die durch Teskraia
und Djebel Aboid
führt. Die
friedliche Stadt
Tabarka hat eine
genuesische Festung,
die Einwohner
betreiben Fischfang
(Seehecht und
Meerbarbe) und
tauchen nach
Korallen. Die
Korallenbänke laden
zum Erforschen mit
der Taucherbrille
ein. Vorort befindet
sich u.a. ein großer
10.000-Betten-Komplex
und ein Jachthafen.
In der Nähe des
Hügeldorfs und
Seebads Ain Draham
kann man das ganze
Jahr über Rotwild,
Luchse und Schakale
beobachten. Weiter
südlich, an Bulla
Regia (s.
Historische Stätten)
vorbei, stößt man
auf das hoch
gelegene El Kef mit
Thermalquellen.
Cap Bon
Hammamet
Hammamet, 65 km von
Tunis entfernt,
liegt an der
Südspitze von Cap
Bon und ist
Tunesiens
beliebtester und am
besten erschlossener
Urlaubsort. Die
Hotels sind in den
unterschiedlichsten
maurischen Baustilen
errichtet worden.
Die vom Meer
umgebene Medina
(Altstadt) hat eine
Stadtmauer und wird
von einer
goldbraunen Kasbah
bewacht, von deren
Türmen aus man einen
herrlichen Blick
hat. Das türkische
Bad (Hammam) ebenso
wie die Kasbah und
die Moschee stammen
aus dem 15.
Jahrhundert. Auch
ausländische
Besucher dürfen das
Bad benutzen.
Ein breiter
Sandstrand führt von
der Medina aus zum
Erholungsgebiet.
Direkt dahinter
liegen die Läden,
Restaurants,
Nachtklubs, Bars und
Cafés. Das
Unterhaltungsangebot
der Ferienhotels
umfasst u. a.
Diskotheken und
Folkloreabende.
Das Internationale
Kulturzentrum hat
eine der schönsten
Gartenanlagen
Tunesiens. Sie ist
Schauplatz für
Konzerte unter
freiem Himmel, für
Bühnenstücke von
internationalem Rang
und
Folklore-Darbietungen.
Nabeul
Nabeul ist eine
moderne Stadt ca. 10
km östlich von
Hammamet. Sie steht
auf Ruinen aus
punischer und
römischer Zeit und
hat ihre
jahrhundertealte
Tradition der
Herstellung von
Tontöpfen und feiner
Keramik, Parfüm,
Spitze und
Lederwaren
beibehalten. Jeden
Freitag ist
Markttag. Die Hotels
und Ferienhäuser,
die im
traditionellen Stil
gebaut sind, liegen
nahe am
wunderschönen Strand
und den Geschäften
und Freizeitanlagen.
Weitere
Informationen s.
Unterkunft.
Cap Bon hat ein
ganzjährig mildes
Seeklima, eine
leicht erreichbare
Küste und ist
landschaftlich sehr
abwechslungsreich.
Cap Bon ist die
Landzunge zwischen
dem Golf von Tunis
und dem Golf von
Hammamet und ein
großes
Weinanbaugebiet, in
dem auch Feigen,
Oliven, Orangen,
Zitronen und
Getreide angebaut
werden. Der
ehemalige Palast des
Bey von Tunis in
Korbous ist in ein
Kurzentrum
umgewandelt worden,
in dem Arthritis und
Hautkrankheiten mit
therapeutisch
wirksamen
Mineralwässern
behandelt werden.
Vom nahe gelegenen
Fischerstädtchen
Sidi Daoud aus kann
man die Inselchen
Zembra und Zembretta
erreichen.
El Haouraria
El Haouraria liegt
in der Waldregion am
Rande des Kaps.
Alljährlich
überfliegen
zahlreiche Zugvögel
das Dorf, und jeden
Frühling findet hier
ein Fest der Falkner
statt. Ganz in der
Nähe ragen die
Klippen bis zu 400 m
hoch auf. Kerkouane
hat eine große
archäologische
Ausgrabungsstätte
aus der punischen
Zeit. Kelibia ist
ein Fischerstädtchen
mit Burgruine.
Landeinwärts von Cap
Bon liegen Zaghouan
und Thuburba Majus
(s. Historische
Stätten).
Die Ostküste
Dieses zentrale
Küstengebiet bietet
eine Hügellandschaft
und Gärten und Haine
mit Oliven-,
Granatapfel- und
Mandelbäumen. Die
Hügel enden in
weißen Sandstränden,
Felsenklippen und
Unterwasserfelsen.
In den Dörfern der
steinigen Landschaft
werden Oliven und
Obst angebaut. In
kleinen Museen sind
Sammlungen mit
jahrhundertealtem
Goldschmuck zu
sehen. Viele
Handwerker in den
Städten üben auch
heute noch die
Goldschmiedekunst
aus. Diese Gegend
ist auch für
traditionelle
Webstoffe bekannt.
Besonders
bemerkenswert sind
die Baumwollstoffe
von Ksar Hellal und
die Wollstickereien
von Mahdia und El
Djem (s. Historische
Stätten). In Hergla
werden Filter aus
Alfalfa hergestellt,
die im ganzen Land
für die
Olivenpressen
benutzt werden.
Viele der Städte und
Dörfer stehen auf
Ruinen römischer und
punischer
Siedlungen. Die
Museen von Sousse
und El Djem
beherbergen
Sammlungen mit
ungewöhnlichen
Mosaiken, die den
außergewöhnlichen
Reichtum dieser
Gegend während der
römischen Herrschaft
zeigen. Dieser
Reichtum war einer
der Gründe, der die
Araber bewog, die
größten Städte hier
zu errichten -
Kairouan, ein
wichtiger religiöser
Mittelpunkt, und
Mahdia, heute ein
beliebter
Urlaubsort.
Sousse
Sousse, Tunesiens
drittgrößte Stadt,
ist eine bedeutende
Hafenstadt und liegt
in einer günstigen
Position an der
Ostküste. Die
Sandstrände reichen
bis zum 7 km
entfernten Port el
Kantaoui im Norden
und sind ideal für
Pferde- und
Kamelritte. Die
meisten Hotels
liegen außerhalb
dieser modernen
Stadt, deren Cafés,
Bars, Diskotheken
und ausgezeichnete
Restaurants
Alternativen zu den
von den Hotels
angebotenen
Unterhaltungen und
Folkloreabenden
bieten. Imposante
uralte Wehrgänge
umgeben die
Altstadt. Das Ribat
aus dem 8.
Jahrhundert gehört
zu einer Kette von
befestigten
Klöstern, die gebaut
wurden, um
Nordafrika gegen
Angriffe der
Christen zu
verteidigen. Von den
Wachtürmen aus hat
man einen guten
Blick über die
Medina und die
Gartenterrasse des
Museums - dessen
faszinierende »Zeichentrick«-Mosaiken
man gesehen haben
muss.
Port el Kantaoui
Port el Kantaoui ist
ein Gartenstädtchen
mit Jachthafen und
einem
Meisterschafts-Golfplatz.
Viele Hotels haben
große Rasenflächen,
die zu den
feinsandigen
Stränden
herabführen. Es gibt
ausgezeichnete
Möglichkeiten zum
Hochseefischen.
Monastir
Monastir, 24 km
weiter südlich, ist
ein kleiner
Urlaubsort und
bekannt für seine
Moschee aus dem 10.
Jahrhundert.
Monastir ist eine
Mischung aus alt und
modern. Während der
Hochsaison gibt es
zahlreiche Feste und
Pferderennen.
Außerdem kann man
auch ein Museum für
Islamische Kunst
besuchen.
21 km weiter südlich
liegt der Marktort
Moknine. Ein Teil
der Bevölkerung ist
jüdisch, und ihr
traditioneller
Schmuck gehört zu
den faszinierendsten
Ausstellungsstücken
im kleinen
Volksmuseum.
Mahdia
Mahdia liegt 25 km
weiter südlich an
der Küste, ist ein
Fischerstädtchen und
Urlaubsort. Der
allgegenwärtige
Obaid Allah, bekannt
als der Mahdi, baute
Mahdia im 10.
Jahrhundert zur
Hochburg und
Hauptstadt der
Fatimiten-Dynastie
auf.
Die Inseln Djerba
und Kerkennah
Die Insel Djerba hat
eine Größe von 514
qkm und ist über
einen 6 km langen
Damm mit dem
Festland verbunden.
Eine Fähre verkehrt
regelmäßig, und es
gibt einen
Flughafen. Houmt
Souk ist die
Marktstadt für die
umliegenden
Bauernhöfe und
Dörfer. Es gibt ca.
40 Hotels an den
Stränden. Mehrere
Dörfer auf Djerba
spezialisieren sich
auf ein bestimmtes
Produkt - in
Guellala wird z. B.
Keramik hergestellt,
und in Adjim taucht
man nach
Naturschwämmen.
Kerkennahs
Kerkennahs zwei
bewohnte Inseln,
Gharbi und Chergui,
sind mit der
Autofähre vom
schönen Sfax aus
erreichbar. Es gibt
ein Feriendorf und
mehrere Hotels. Die
einzige vorhandene
Industrie ist die
Fischerei. Kerkennah
ist bekannt für
seine traditionellen
und farbenfrohen
Hochzeiten.
Zentraltunesien
Die Oasen und Chotts
(riesige getrocknete
Salzseen) lassen
eine eigenartige und
unheimliche
Atmosphäre
entstehen. Die
Chotts sind im
Sommer weiß
überkrustet (zu
dieser Jahreszeit
sind die Straßen am
besten befahrbar)
und erwecken den
Eindruck unendlicher
Weite. Trugbilder in
Form von Palmen kann
man manchmal am
Nachmittag sehen. In
den Oasen wachsen
zahllose
Dattelpalmen.
Das leicht
erreichbare Gabès
ist eine im Süden
gelegene Oase am
Meer; man kann mit
einer Pferde-Calèche
durch die Straßen
der Oase fahren.
Gabès hat auch einen
Hafen und ist
idealer
Ausgangspunkt für
Ausflüge durch die
Chotts zu den
landeinwärts
gelegenen Oasen
Gafsa, Tozeur, Nefta
und Douz oder weiter
südlich zur Sahara
und den
Matmata-Bergen (s.
Der Süden). Gafsa,
etwa 160 km
landeinwärts, ist
eine Stadt mit
rosaroten Mauern;
eine Thermalquelle
(30°C) verteilt sich
über drei römische
Zisternen. Der Zoo
liegt am Stadtrand.
Tozeur
Tozeur ist
vielleicht die
üppigste Oase des
ganzen Landes. 200
Quellen bewässern
Tausende der besten
Dattelpalmen. Man
kann auf einem Esel
oder auf einem Kamel
durch die Oase
reiten. Die Gebäude
wurden aus
ungebrannten Ziegeln
in einem
geometrischen Muster
gebaut. Tozeur hat
einen
internationalen
Flughafen und wird
oft, wie auch Nefta,
mit einem Küstenort
kombiniert als
Pauschalreiseziel
angeboten.
Nefta
Die Stadt besteht
aus sandfarbenen
Häusern und liegt
auf einem Hügel
oberhalb der Oase.
Trotz eines
luxuriösen
4-Sterne-Hotels
fühlt man sich wie
in einer abgelegenen
Grenzstadt. Nördlich
von Tozeur und Nefta
liegen die von
Lehmwällen umgebenen
Dörfer Chebika,
Tamerza und Mides.
Im Südosten, hinter
Kebili, liegt Douz
an der Grand Erg
Oriental, dem großen
Sandsee der
östlichen Sahara.
Donnerstags wird der
Kamelmarkt
abgehalten, der,
ebenso wie die
Marhoul-Zeremonie,
äußerst schöne Fotos
liefert - dieses
Sahara-Fest findet
jedes Jahr im Januar
in der Nähe von Douz
statt; man feiert
den Beginn des
saisonbedingten
Abwanderns der
Nomaden in die Wüste
mit Ritualen wie
Kamelringen und
Dichterturnieren,
Folkloretänzen und
musikalischen
Darbietungen.
Mitunter sieht man
eine »Wüstenrose«:
kristallisierte
Mineralien werden
durch starke
Sonnenbestrahlung zu
blumenähnlichen
Formen »gebacken«.
Anmerkung
Jeder Ausflug in die
Wüste muss sehr
sorgfältig geplant
werden; ein
entsprechendes
Fahrzeug,
ausreichende
Verpflegung, genug
Wasser und ein
erfahrener Führer
sind lebensnotwendig
(s. Reiseverkehr -
National).
Übernachtungsmöglichkeiten
und Restaurants
findet man überall
in Südtunesien.
Gepflasterte Straßen
und Sandwege
ermöglichen die
Fahrten zu
Sehenswürdigkeiten.
Der Süden
Ein unterirdisches
Hotel in einer
Mondlandschaft,
Höhlensiedlungen
tief im Berg und wie
gigantische
Honigwaben anmutende
Häuser in uralten
steinernen
Getreidesilos sind
nur einige der
faszinierenden
Sehenswürdigkeiten,
die man südlich von
Gabès, Djerba oder
Zarzis besuchen
kann.
Tunesien, und
besonders der Süden
des Landes, diente
viele Male als
Kulisse für
Hollywoodfilme.
Unter anderem wurden
hier Teile der Star
Wars-Filme (Krieg
der Sterne) gedreht.
Örtliche
Veranstalter bieten
Ausflüge zu den
bekanntesten
Drehorten an.
Weitere
Informationen sind
von den
Fremdenverkehrbüros
erhältlich.
Matmata
Matmata und andere
Berberdörfer
bestehen zum großen
Teil aus in den
Erdboden gegrabenen
Vertiefungen: ein
guter Schutz gegen
Sommerhitze und raue
Winterwinde. Es gibt
sogar unterirdische
Ölfabriken, in denen
Kamele benutzt
werden, um die
Olivenpressen zu
betreiben. Kuppeln,
die über den
Erdboden reichen,
sind Zeichen für
Marabouts, Schreine
heiliger Männer.
Die Landschaft
Matmatas besteht aus
stark verwitterten
kegelförmigen
Hügelchen, die von
engen Schluchten
durchzogen werden,
in denen hier und da
Oliven- und
Feigenbäume wachsen.
Die Straße
südöstlich von Gabès
führt durch Mareth
nach Medenine. Diese
Marktstadt hat ein
Ksar, eine
befestigte
Zitadelle, die von
alten
Getreidespeichern (Ghorfas)
umgeben ist; einige
der Silos sind 2-3
Stockwerke hoch und
z. T. bewohnt.
Andere Ghorfas
wurden zu
Gasthäusern umgebaut
oder sind kleine
Läden, in denen man
Silberschmuck der
Beduinen kaufen
kann. Auf einer
Rundfahrt von
Medenine nach Foum
Tataouine kann man
weitere Ksars
besichtigen,
einschließlich Ksar
Djouama (14. Jh.),
Beni Kheddache auf
einer Bergspitze,
Haddada mit einem
kleinen Hotel und
Ghoumrassen in einem
Tal. Alle haben
Höhlenwohnungen. Die
Straße sollte mit
einem Jeep befahren
werden.
Die schönsten
Berg-Ksars sind
Ouled Soltane,
südlich von
Tataouine und
Chenini im Westen.
Die Straße nach
Chenini führt im
Zickzack durch eine
zimtfarbene
Berglandschaft.
Die Ausläufer der
Sahara liegen
südlich von
Tataouine, Remada
und Borj Bourguiba.
Einige örtliche
Reiseunternehmen
veranstalten Fahrten
mit dem Landrover.
Individualreisende
sollten strengste
Vorsorgemaßnahmen
treffen, man kann in
der Wüste sehr
leicht die
Orientierung
verlieren. Es ist
lebensnotwendig, den
Posten der
Nationalgarde in
Medenine oder der
nächstliegenden
Stadt zu
benachrichtigen.
Reiseroute,
Zeitdauer und Ziel
der Fahrt müssen dem
diensthabenden
Offizier mitgeteilt
werden; ein
entsprechendes
Fahrzeug muss mit
ausreichend Wasser,
Lebensmitteln,
Reparatur- und
Erste-Hilfe-Ausrüstung
und Zelt
ausgestattet sein.
Es sollte nur ein
erfahrener Führer
mitgenommen werden,
und es ist
angebracht, genaue
Wettervorhersagen
einzuholen,
besonders für
längere Fahrten. Am
besten macht man
sich zusammen mit
anderen Fahrzeugen
auf den Weg und
hinterlässt an jedem
Gardeposten die
Reiseroute.
Zarzis
Zarzis in der Nähe
von Djerba ist ein
Urlaubsort mit einer
Oase an der Küste,
die aus rund 500.000
Palmen und 100.000
Olivenbäumen
besteht.
Historische Stätten
Tunesien verfügt
über eine große Zahl
teilweise gut
erhaltener Überreste
punischer,
römischer,
byzantinischer und
islamischer
Siedlungen.
Die bekannteste
historische Stätte
ist Karthago in der
Nähe von Tunis,
Stadt der legendären
Königin Dido, die
mit Rom um die
Vorherrschaft im
Mittelmeerraum rang.
Wahrzeichen der
kleinen
weißgetünchten Stadt
El Djem (40 km
landeinwärts von
Mahdia) ist das gut
erhaltene Kolosseum.
Die ockerfarbenen
Außenwände sind 35 m
hoch, einst gab es
hier 30.000
Sitzplätze.
Kairouan
Kairouan (50 km
landeinwärts von
Sousse) ist nach
Mekka, Medina und
Jerusalem die
viertwichtigste
Stadt des Islam. Sie
wurde 670 n. Chr.
von einem Anhänger
des Propheten
Mohammed gegründet,
der viele wundersame
Erscheinungen hatte
und steht an der
Stelle, an der eine
Quelle entsprang. Es
heißt, dass sieben
Besuche in Kairouan
einer Fahrt nach
Mekka entsprechen.
Der Vorhof der
Großen Moschee (die
auch von
»Ungläubigen«
besucht werden darf)
soll an heiligen
Tagen bis zu 200.000
Pilger aufnehmen
können. Es gibt
viele andere
Moscheen und
Schreine, die Große
Moschee ist jedoch
die heiligste
Stätte. Der
Gebetsraum wird von
einem mehrfarbigen
»Säulenwald« aus
römischer,
byzantinischer und
arabischer Zeit
getragen. Die 5 m
hohe, kunstvoll
geschnitzte
Holzkanzel stammt
aus dem 9.
Jahrhundert, wie
auch das Minarett
mit 128 Stufen.
Utica
Utica ist von Tunis
oder Bizerte aus
erreichbar und war
bereits um 1100 v.
Chr. eine
phönizische Kolonie.
Damit ist sie älter
als Karthago, ihre
Rivalin späterer
Jahrhunderte. Durch
ein großes
Rundbogentor kann
man den
Marmorfußboden eines
Palastes und den
Rosmaringarten
bewundern.
Dougga
Dougga liegt 100 km
südwestlich von
Tunis. Das 168 n.
Chr. von den Römern
erbaute Theater hat
3500 Plätze und wird
heute noch für
Aufführungen
klassischer
griechischer Dramen
und der Comédie
Française benutzt.
Das Kapitol soll das
großartigste in
Nordafrika sein.
Bulla Regia
Bulla Regia, südlich
von Tabarka, hat
viele interessante
Sehenswürdigkeiten
aus römischer,
frühchristlicher und
byzantinischer Zeit.
Viele der besten
Mosaiken sind ins
Bardo-Museum nach
Tunis gebracht
worden, aber der
»Jagdpalast« besitzt
Mosaiken mit wilden
Tieren und
Jagdszenen sowie
erkennbare Spuren
des Speisezimmers,
der Küche und des
Schlafzimmers.
Sbeitla
Sbeitla, 160 km
landeinwärts von
Sousse und Sfax, ist
eine der größten
archäologischen
Stätten des Landes.
Es gibt unzählige
Ruinen römischer
Tempel und Bäder,
frühchristlicher
Kirchen und
byzantinischer
Festungen.
Beliebte
Urlaubsorte:
Tunis, La Soukra, La
Goulette, Karthago,
Sidi-Bou Said, La
Marsa, Gammarth,
Raouad, Hammam-Lif,
Bizerte, Utica, Raf
Raf, Tabarka, Ain
Draham, Cap Bon,
Hammamet, Nabeul,
Korbous, Sidi Daoud,
El Haouraria,
Kerkouane, Kelibia,
Zaghouan, Thuburba
Majus, Hergla,
Kairouan, Mahdia,
Port el Kantaoui,
Monastir, Moknine,
Mahdia, Djerba,
Kerkennah, Houmt
Souk, Guellala,
Adjim, Kerkennahs,
Sfax, Gabès, Gafsa,
Tozeur, Nefta, Douz,
Chebika, Tamerza,
Mides, Matmata,
Mareth, Medenine,
Tataouine, Chenini,
Tataouine, Remada,
Borj Bourguiba,
Zarzis
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