An der Mittelmeerküste zwischen Tanger und Nador stößt man auf
kleine Flüsse,
Buchten, geschützte
Strände und Klippen,
die ideal zum
Schwimmen, Fischen
und Bootsfahrten
sind. Al-Hoceima,
M'Diq, Taifor und
Smir/Restinga sind
neue Urlaubsorte mit
guten
Unterkunftsmöglichkeiten.
Al Hoceima wurde
allerdings von dem
Erdbeben im Februar
2004 stark
betroffen.
Die Atlantikküste
ist an vielen
Stellen felsig, hat
aber auch gute
Sandstrände und
windgeschützte
Buchten.
In Tangier ist die
hoch gelegene
Altstadt mit den
Mendoubia-Gärten
eine der
Hauptsehenswürdigkeiten.
Beliebt sind auch
die
Sidi-Bounabib-Moschee,
die
Moulai-Ismail-Moschee
und die
Merinid-Medresse.
Das herrlich
gelegene Tangier hat
einen malerischen
und geschäftigen
Markt, den Grand
Socco. Interessante
Ausflugsorte sind
der Bergort
Chechaouèn, das
Fischerdorf Asilah
und die
Herkules-Grotten am
Kap Spartel.
Ebenfalls an der
Atlantikküste
befindet sich die
relativ junge Stadt
Casablanca. Sie ist
die größte
Handelsstadt des
Landes und die
viertgrößte Stadt
Afrikas mit einem
der größten Häfen
des Kontinents.
Das Klima Marokkos zeigt einen Übergang vom mediterran
beeinflussten
Nordwesten des
Landes zum
saharisch-kontinentalen
Südosten und Süden.
Der Hohe und
Mittlere Atlas, die
zusammen als eigener
Klimaraum
aufzufassen sind,
bilden mit ihrem
Hauptkamm die
Klimascheide. Der
nordwestliche
Landesteil hat
trockenheiße Sommer
mit einer mittleren
Augusttemperatur von
23 °C und mittleren
Temperaturmaxima
zwischen 26 °C
(Casablanca) und 29
°C (Tanger). Die
Winter sind mild
(Januarmittel 12 °C)
und regenreich,
wobei die
Niederschlagsmengen
nach Süden hin
geringer werden.
Landeinwärts nimmt
der mildernde
Einfluss des Meeres
rasch ab, so dass in
der zentralen Meseta
und im Atlasgebirge
ausgeprägtes
Kontinentalklima
herrscht.
Auch die Pflanzenwelt ist durch das Atlasgebirge zweigeteilt:
Nordwestlich des
Gebirges überwiegt
der mediterrane
Bewuchs, südöstlich
davon die
Wüstensteppe.
Geschlossene
Waldbestände mit
Stein- und
Korkeichen, Thujen,
Atlaszedern und
Aleppokiefern finden
sich noch in den
regenreichen
Gebirgszonen und den
westlichen Ebenen;
sie bedecken nur
etwa ein Zehntel der
Landesfläche. Im
südlichen
Küstenbereich
wachsen Arganien und
Jujuben. Baumheiden,
Erdbeerbäume,
Pistazien,
Wacholderarten und
Zwergpalmen Oberhalb
der Waldgrenze (bei
3.100 m) gibt es
eine Stufe von
Polsterpflanzen.
Jenseits des
Atlasgebirges ist
Trockensteppenvegetation
mit Büschelgräsern
und Dornsträuchern
vorherrschend; in
der nordöstlichen
Hochsteppe wächst
das
widerstandsfähige
Halfagras. In den
wenigen Oasen werden
Dattelpalmen
kultiviert.
Die Königsstädte
Das im 12. Jahrhundert gegründete Rabat ist die heutige
Landeshauptstadt und
Residenz des Königs.
In dieser
ungewöhnlich grünen
Stadt fallen mehrere
imposante Tore auf,
besonders
beeindruckend ist
das Tor in der
Kasbah Oudaias, dem
reizvollsten Viertel
der Stadt. Im Sommer
sind die zahlreichen
Strände und der nahe
gelegene Mamora-Wald
die beliebtesten
Touristenziele. Sehr
besuchenswert ist
der Tour Hassan, das
grandiose Minarett
einer unvollendeten
Moschee aus dem 12.
Jahrhundert. Aus dem
Mittelalter stammen
auch die Zinnen, die
die Altstadt und
einen Teil der
Neustadt umgeben.
Etwas außerhalb
liegt die Chellah
mit einmaligen
Denkmälern, schönen
Gärten und römischen
Ruinen. Zu den
weiteren
Sehenswürdigkeiten
gehören der
Königspalast, das
Nationalmuseum und
das Mausoleum
Mohammeds V. Salé,
das im 11.
Jahrhundert
gegründet wurde,
liegt am
gegenüberliegenden
Flussufer.
Meknes
Meknes ist von einer 16 km langen, von Türmen und Bastionen
flankierten
Stadtmauer umgeben
und hat einen
wundervollen Souk.
Die Wintersportorte
Michlifen und Djebel
Habri liegen
außerhalb von Meknes.
Fez, die älteste und
bedeutendste
Königsstadt, wurde
im 8. Jahrhundert
gegründet. Diese an
historischen
Baudenkmälern so
reiche Stadt besteht
aus der Altstadt El
Bali und der
Neustadt Jadid. Zu
den
Touristenattraktionen
zählen der Place
Nejjarine mit seinem
reizvollen
Springbrunnen, die
Er-Rsif-Moschee, die
Andalusische Moschee
und der Königliche
Palast. Die
altehrwürdige
Karaouine-Moschee
ist heute Sitz der
Universität.
Eindrucksvoll ist
auch die Architektur
der wunderbaren
mittelalterlichen
Koranschulen. Der
Markt von Fez ist
einer der größten
Märkte der Welt. Das
Ouergha-Tal im
Norden ist für seine
Souks und Marokkos
berühmteste
Reiterspiele
bekannt.
In Marrakesch (1062
gegründet) gibt es
ein Labyrinth enger
Gassen,
romantisch-exotische
Paläste, Museen und
Moscheen. Die
Stadtparks werden
noch immer von einem
unterirdischen
Bewässerungssystem
gespeist, das im 11.
Jahrhundert angelegt
wurde. Auf dem
Djemma-el-Fna, einem
großen Platz, treten
Tänzer, Wahrsager,
Akrobaten und
Märchenerzähler auf.
Weitere
Sehenswürdigkeiten
sind das
majestätische
Koutoubia-Minarett
(12. Jh.), die
Medersa Ben Youssef
(Mosaiken, Marmor
und
Holzschnitzereien),
der Bahia-Palast,
die Saadier-Gräber,
die Menara- und
Agdal-Gärten und der
berühmte Kamelmarkt.
Eine Autostunde von
Marrakesch entfernt
liegt Oukaimeden,
Marokkos bester
Skiurlaubsort. Auf
der Fahrt nach
Oukaimeden lohnt
sich ein Abstecher
nach Ourika
(Eselmarkt) und nach
Asni am Fuß des
Toubkal.
Agadir
Agadir ist ein moderner Ferienort mit herrlichen Stränden,
Sportanlagen, guten
Hotels, einladenden
Ferienhäusern und
Ferienwohnungen. Es
bieten sich
Ausflugsmöglichkeiten
nach Taroudant,
Tiznit, Tafraout,
Goulimine, Essaouira
und natürlich nach
Marrakesch.
Mohammedia,
Essaouira
(Surferparadies) und
El Jadida sind
weitere Urlaubsorte
in dieser Gegend. In
El Jadida ist vor
allem das alte
Portugiesische
Viertel mit der
Maria-Himmelfahrts-Kirche
und gut erhaltenen
Befestigungsanlagen
besuchenswert.
Der Süden
Im Süden ist die Landschaft besonders eindrucksvoll, und
Brauchtümer und Volkskunst sind noch
ursprünglicher. Erfoud ist ein guter
Ausgangspunkt für Ausflüge zur
Tafilalet-Oase, die ihr üppiges Grün
den unterirdischen Flüssen Ziz und
Rheris verdankt. Mittelpunkt der
Provinzhauptstadt Er Rachidia ist
der lebhafte Marktplatz. Auf der
Straße von Er Rachidia nach Erfoud,
in Meski, kommt man an den Blauen
Quellen vorbei und in der Nähe von
Midelt an einem natürlichen
Amphitheater, dem Cirque de Jaffar.
Tinerhir war einst eine große
Garnison der französischen
Fremdenlegion; die Kasbahs sind
einen Besuch wert. In der Nähe von
Tinerhir liegen die eindrucksvollen
Schluchten Dades und Todra.
Hauptanziehungspunkte von Ouarzazate
sind die Kasbah Taourirt, ein Museum
für Kunsthandwerk und ein
genossenschaftlicher Laden der
Teppichknüpfer.
Zagora
Von den Höhen des Djebel Zagora hat man eine herrliche Aussicht
auf das Draa-Tal und
die Wüste. Die Oase
Tamergroute liegt 18
km von Zagora
entfernt, hier gibt
es eine Bibliothek
mit den ältesten
arabischen
Manuskripten. Sie
werden in der Zaouia
Nasseria
ausgestellt. In der
Nähe liegt Mhamid
mit seinen
Palmengärten, das
Tor zur großen
Sandwüste. Südlich
von Agadir liegen
die Kasbahs von
Tafraoute. Viele der
Fassaden sind mit
weißen oder
ockerfarbenen
Mustern bemalt. In
Goulimine wird an
jedem Wochenende der
Souk der Blauen
Tuareg abgehalten,
samstags findet der
Kamelmarkt statt.