Israel ist ein faszinierendes Land
mit großer landschaftlicher
Vielfalt. Für viele Reisende ist
Israel vor allem das »Gelobte Land«
- Jerusalem ist die Wiege des
Judentums, des Christentums und eine
der heiligen Städte des Islam. Zu
einer christlichen Pilgerfahrt
gehören die Etappen des Kreuzweges
(Via Dolorosa), die Grabeskirche in
Jerusalem, ein Besuch der
Geburtskirche in Bethlehem und der
Verkündigungskirche in Nazareth, ein
Ausflug zum See Genezareth und ein
Besuch des Jordan.
Für
die Frühzeit des Judentums ist die
Geschichtswissenschaft größtenteils
auf die biblische Darstellung
angewiesen. Diese wird von nur
wenigen archäologischen Funden und
Angaben nichtisraelischer Quellen
ergänzt.
Das
Selbstverständnis als das Volk
Israel entwickelte sich erst mit dem
Entstehen eines Stämmebundes in
Palästina. Dort wuchsen die
unterschiedlichen Überlieferungen
der Stämme zu einer gemeinsamen
Ursprungsgeschichte zusammen. In
diesen (lange Zeit nur mündlich
überlieferten) Vätergeschichten der
Genesis werden unterschiedliche
Themen dargestellt: Kultlegenden und
Mythen aus der altorientalischen
Umwelt Mesopotamiens und Palästinas,
Ortsätiologien und Einzelereignisse.
Diese Vätergeschichten wurden viel
später in eine zeitliche Abfolge
gebracht und mehrfach theologisch
gedeutet und überarbeitet. Sie
unterliegen den Beschränkungen
mündlicher Überlieferung, die
höchstens 200 Jahre lang unverändert
tradiert wurde. Deshalb sind
Herkunft, Alter und historische
Auswertbarkeit dieser ältesten
Stoffe des Pentateuch umstritten.
Die
Tora als ältester Teil der Bibel
entstand nach heutigem
Forschungskonsens seit etwa 1200
v.Chr., wurde aber erst seit etwa
450 v.Chr. niedergeschrieben. Sie
beschreibt neben anderem Israels
Geschichte unter der Führung Moses
und Josuas von der Auswanderung aus
Ägypten bis zur Landnahme in
Palästina.
Jerusalem
Die Hauptstadt Jerusalem teilt sich in zwei Bezirke, die neue
Stadt und die
Jahrtausende alte so
genannte Old City.
Die Old City
unterteilt sich in
vier Viertel, ein
jüdisches, ein
arabisches, ein
christliches und ein
armenisches. Alle
vier Teile haben
ihre eigenen
Sehenswürdigkeiten
und heben sich in
allen Aspekten
voneinander ab. Das
jüdische Viertel
wurde restauriert
und wirkt klinisch
sauber. Der
arabische Teil ist
unübersichtlicher,
belebter und lauter.
Zu den bekanntesten
Attraktionen zählen
die Klagemauer, die
Via Dolorosa, die
Grabeskirche,
zahlreiche Kapellen,
Synagogen, Moscheen
und
Ausgrabungsstätten
sowie der teilweise
überdachte Basar,
auf dem von
Souvenirs über
Kleidung und
Lebensmittel bis hin
zu
Haushaltsgegenständen
alles zu finden ist.
Man kann auch den
Berg Zion besteigen
oder einen Rundgang
auf den Mauern der
Old City machen. Im
Westen der Stadt
liegt Yad Vaschem,
Gedenkstätte an die
6 Millionen Juden,
die im Holocaust des
Dritten Reiches
ihren Tod fanden.
Südlich der Stadt,
nur eine kurze
Busfahrt entfernt,
liegt Bethlehem (s.
Westjordanland).
Tel Aviv und Jaffa
Tel Aviv ist eine sehr junge Stadt (knapp 100 Jahre) und spiegelt
eine südeuropäische
Architektur wider.
2003 wurde die Stadt
zum
UNESCO-Weltkulturerbe
erklärt. Deutlich
gemacht wird das
Alter der Stadt
durch das
angrenzende Jaffa,
das mit fast 3000
Jahren eine der
ältesten Städte des
Landes ist. Der
Hafen war einst
einer der ersten
bekanntesten Häfen
der Welt. Jaffa
liegt auf einer
Anhöhe und bietet
eine atemberaubende
Aussicht auf die
Strände von Tel
Aviv. Tel Aviv ist
Heimat der
Israelischen
Philharmonie, einer
Universität und
zahlreicher Museen.
In den Parkanlagen
werden im Sommer
Volksmusikkonzerte
zum Mitsingen und
-tanzen
veranstaltet, auch
Freunde der Klassik
und des Jazz kommen
auf ihre Kosten.
Viele Bars und
Strandcafés bleiben
bis in die frühen
Morgenstunden
geöffnet, wonach die
ersten
Frühstückscafés zu
einem Milchshake
einladen.
Haifa
Haifa ist Israels größte Hafenstadt mit einer alten Festung,
modernen
Einkaufszentren und
Industriegebieten -
eine interessante
und lebendige Stadt
und idealer
Ausgangspunkt für
Besuche in die
Umgebung.
An der
Mittelmeerküste
entlang Richtung
Süden gibt es
mehrere
Sehenswürdigkeiten
wie das Sharon-Tal
mit herrlichen
Orangenhainen, das
historische Cäsarea
und En Hod, die
Künstlerkolonie.
Galiläa
Galiläa: Im Norden
des Landes liegen
der See Genezareth (Kinneret)
mit den Heilquellen
bei Tiberias,
außerdem Nazareth,
die
Bet-She'Arim-Katakomben
und Meggido.
Kurorte, die schon
seit der Römerzeit
existieren, sind
weiterhin populär.
Im Museum für die
Archäologie des
Mittelmeerraumes
sind viele
interessante Funde
aus dieser Region
ausgestellt.
Der Negev
Diese Wüstenregion, die einen Großteil des südlichen Israel
einnimmt, ist heute
weitgehend bewässert
und wird
landwirtschaftlich
genutzt. Es gibt
hier die schönsten
Sonnenuntergänge.
Die Geschichte der
Stadt Be'Er Sheva (Beersheba),
der Heimat Abrahams,
reicht bis ca. 4000
v. Chr. zurück. Im
Osten liegt das
faszinierende Tote
Meer in einer
trockenen, heißen
Wüstenlandschaft. Es
ist mit 400 m u. d.
M. der tiefste Punkt
der Erde. Besucher
können selten der
Versuchung
widerstehen, den
erstaunlichen
Auftrieb in dem
warmen, milchigen,
für seine
Heilwirkung
gepriesenen Wasser
selbst zu spüren.
Kein Fisch und keine
Pflanze kann in
diesem Gewässer
überleben - das
Wasser ist siebenmal
salziger als
Meerwasser. Die
Kureinrichtungen am
Toten Meer sind auf
Schuppenflechte,
Neurodermitis und
Allergien
spezialisiert. En
Gedi: In dieser Oase
nahe am Toten Meer
gibt es zahlreiche
Wasserfälle und
Wildtierarten. Im
Süden des Negev
liegt Eilat am Roten
Meer. Hier gibt es
zahlreiche Hotels
und
Wassersportmöglichkeiten.
Die größte
Anziehungskraft üben
die ganzjährig
angenehmen
Temperaturen und das
Rote Meer aus -
schon wenige Meter
vom Strand entfernt,
im knietiefen
Wasser, stößt man
auf Korallenriffe
und einen
erstaunlichen
Artenreichtum
exotischer Fische
und anderer
Meerestiere. 30 km
nördlich von Eilat
liegt der
Timna-Nationalpark.
Westjordanland
(West Bank) und Gaza
Für Historiker und Besucher gleichermaßen interessant ist die
Stadt Jericho mit
ihrer über
10.000-jährigen
Geschichte. Die
Stadt liegt 260 m u.
d. M., 36 km östlich
von Jerusalem und
ist eine der
ältesten durchgehend
besiedelten Städte
der Welt. Stadttürme
und -mauern sind
mehr als 4000 Jahre
älter als die
ägyptischen
Pyramiden. Die
Domestizierung von
Tieren und Pflanzen
erfolgte in Jericho
tausend Jahre früher
als in Mesopotamien
und Ägypten. Hebron
liegt in der
gebirgigen Gegend
südlich von
Jerusalem auf 1000 m
Höhe.
Charakteristisch für
diese Stadt sind die
engen und
verwinkelten Gassen,
die Steinhäuser mit
flachen Dächern und
die alten Basare.
Bethlehem, die
Geburtsstätte Jesu,
liegt 750 m ü. d.
M., 10 km südlich
von Jerusalem, an
einer alten
Karavanen-Route.
Nablus ist
Landwirtschafts,-
Industrie- und
Handelszentrum im
nördlichen
Westjordanland.
Rammallah ist wegen
seines angenehm
kühlen Klimas
beliebt und zeichnet
sich durch sein
internationales
Flair aus. Samaria
und Gaza liegen an
der Mittelmeeküste,
32 km nördlich der
ägyptischen Grenze.
Wegen seiner
geografischen Lage
ist diese Gegend
seit jeher ein altes
Handelszentrum für
Zitrusfrüchte und
andere Waren.
Beliebte
Urlaubsorte:
Jerusalem,
Bethlehem, Nazareth,
Tel Aviv, Jaffa,
Cäsarea, Sharon-Tal,
Masada, Tiberias,
See Genezareth,
Totes Meer, Eilat,
Timnatal-Nationalpark
, Wüste Negev,
Haifa, Galiläa, En
Hod, Tiberias,
Meggido, Hebron,
Nablus, Rammallah,
Samaria, Gaza
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