Sandstrände,
Hochgebirge, Wälder, Seen,
Flusstäler, mittelalterliche
Kleinstädte, Schlösser und Burgen
sowie einige der größten Städte
Europas machen Deutschland zu einem
attraktiven Reiseziel.
Der Norden umfasst die Nordseeküste,
die Ostfriesischen Inseln,
Schleswig-Holstein, die Stadtstaaten
Hamburg und Bremen sowie das
Wesertal und die Lüneburger Heide.
An die Ostseeküste mit ihren
Seebädern, den tief ins Land
reichenden Förden und den
vorgelagerten Inseln Rügen und
Usedom zieht es Jahr für Jahr viele
Reisende. Weitere beliebte
Urlaubsgebiete sind die
Mecklenburger Seenplatte, der Harz,
der Thüringer Wald, die Sächsische
Schweiz und das Zittauer Gebirge. Im
Westen des Landes liegen Westfalen,
das Ruhrgebiet, das Rheinland mit
seiner romantischen Flusslandschaft,
das Saarland und die Weinregion der
Rheinpfalz. Im Bundesland Hessen mit
seiner Mittelgebirgslandschaft
verläuft die Bergstraße, eine der
schönsten deutschen Ferienstraßen.
Der Schwarzwald liegt im Südwesten
im Bundesland Baden-Württemberg. Das
Neckartal, die Schwäbische Alb und
der Bodensee sind weitere beliebte
Urlaubsgebiete dieser Region. Bayern
ist nach wie vor Ferienziel Nummer
eins. Der Bayerische Wald mit dem
ersten deutschen Nationalpark an der
tschechischen Grenze, das liebliche
Frankenland in Nordbayern, die Alpen
und Oberbayern im Süden Bayerns
sowie das schöne Allgäu sind äußerst
populär.
Baden-Württemberg
Für
Naturliebhaber
haben die
Naturparke auch
barrierefreie
Angebote zum
Entdecken und
Genießen der
Natur
geschaffen. Zum
Beispiel der
Naturpark
Südschwarzwald,
Naturpark
Schwarzwald und
der Naturpark
Schwäbisch-Fränkischer
Wald.
Alle, die es in
die größeren
Städte zieht,
finden
beispielsweise
in Freiburg und
Heidelberg das
passende
Angebot. Vom
Besuch bei den
Römern in Aalen
über die
Reutlinger Alb
bis hin zu
Entdeckungstouren
in der Region
Hegau-Bodensee,
in Immenstaad
und in
Radolfzell –
erleben Sie das
Urlaubsland
Baden-Württemberg!
Wenn Leo
Luschtig von
einem Türschild
lacht, können
sich Familien
sicher sein:
Hier sind wir
richtig. Der
zottelige Löwe
ist das Logo für
Familienferien
in
Baden-Württemberg.
Er kennzeichnet
nicht nur über
20
familienfreundliche
Urlaubsorte und
Regionen mit
ihren Betriebe,
sondern auch
über 30
besonders
familienfreundliche
Restaurants, die
jeweils in
speziellen
Landeswettbewerben
ermittelt
werden. Wo Leo
Luschtig ist, da
sind spezielle
Familienangebote,
familiengerechte
Unterkünfte,
Spielmöglichkeiten
und jede Menge
Verständnis für
die kleinen
Gäste nicht
weit.
Tradition und
Moderne prägen
das Kulturland
Baden-Württemberg.
Berühmte
Schriftsteller
wie Friedrich
Schiller,
Hermann Hesse
oder Friedrich
Hölderlin kamen
aus dem
Südwesten.
Ebenso
vielfältig
präsentiert sich
die Musikszene.
Theateraufführungen,
Opern- und
Konzertabende,
Festivals und
Festspiele,
Musicals,
Ballettaufführungen
und
Kunstausstellungen
- im Kulturland
Baden-Württemberg
ist das ganze
Jahr über etwas
geboten.
Vor allem im
Sommer zeigt
sich die
kulturelle
Vielfalt im
ganzen Land:
Marktplätze,
Naturtheater,
Kreuzgänge,
Schlossgärten
und Burgruinen
werden zur
beeindruckenden
Kulisse für die
verschiedensten
Open-Air-Veranstaltungen.
Festivals wie
die
Zeltmusikfestivals
in Freiburg und
Ulm ziehen
Besucher aus nah
und fern an.
Auch während der
anderen
Jahreszeiten
bieten die
Theater und
Festspielhäuser
ein
abwechslungsreiches
und
hochkarätiges
Programm. Die
Staatsoper in
Stuttgart wurde
bereits mehrfach
als Deutschlands
Opernhaus des
Jahres
ausgezeichnet.
Bayern
Bayern ist ein
vielseitiges Land.
Es vereint
unberührte Natur und
pulsierendes Leben.
Das eindrucksvolle
Alpenpanorama mit
Deutschlands
höchstem Berg, der
Zugspitze, und die
romantische
Felskulisse der
Fränkischen Schweiz
prägen das Gesicht
Bayerns ebenso wie
die ausgedehnten
Flusslandschaften um
Main und Donau und
die oberbayerische
Seenplatte mit
Chiemsee, Tegernsee,
Königssee, Ammersee
und Starnberger See.
Die beiden
europäischen
Metropolregionen
München und Nürnberg
und weitere
Großstädte wie
Augsburg, Würzburg,
Regensburg und
Ingolstadt sind
boomende
Wirtschaftsstandorte
und kulturelle
Zentren von
Weltrang. An der
Romantischen Straße
haben Orte wie
Dinkelsbühl oder
Rothenburg ob der
Tauber ihr
mittelalterliches
Stadtbild durch die
Jahrhunderte
unversehrt bewahrt.
Und im ländlichen
Raum sind die
Dorfgemeinschaften
mit ihrer von alters
her gewachsenen
Struktur immer noch
intakt. Bayern zeigt
aus jeder
Perspektive eine
neue Facette.
Die bayerische
Landschaft zeichnet
sich durch ihre
große Vielfalt aus.
Vier natürliche
Großlandschaften
sind hier vereint:
die Bayerischen
Alpen, das
Alpenvorland, das
Ostbayerische
Mittelgebirge und
das
Schwäbisch-Fränkische
Schichtstufenland.
Bayern kann auf eine
über 1000 Jahre alte
Kultur- und
Geistesgeschichte
zurückblicken. Laut
Artikel 3 der
Verfassung des
Freistaates Bayern
ist Bayern ein
Kulturstaat. Der
Freistaat fördert in
seinem Haushalt 2003
Kunst und Kultur mit
jährlich über 500
Millionen Euro,
zusätzlich kommen
erhebliche
Leistungen der
bayerischen Kommunen
und privater Träger
hinzu.
Bayern ist mit über
1.150 Museen das
museumsreichste Land
der Bundesrepublik,
wozu auch
Sammlungen,
Schlösser, Gärten
und private
Sammlungen zählen.
Bayern verfügt über
vier staatliche und
18 kommunale Theater
mit eigenen
Ensembles sowie eine
Vielzahl privater
Bühnen und freier
Gruppen. Als letzte
große Neugründung
ging 2004 aus den
Städtischen Bühnen
Nürnberg das
Staatstheater
Nürnberg hervor.
Insgesamt gibt es 35
feste Schauspiel-,
Opern- und
Operettenbühnen, 41
Freilicht- und
Festspielunternehmen
und 17 Puppentheater
mit mehr als 14.000
Vorstellungen und
über 4,8 Millionen
Zuschauern jährlich.
Berlin
Berlin ist
Bundeshauptstadt und
Regierungssitz
Deutschlands. Als
Stadtstaat ist
Berlin ein
eigenständiges Land
und bildet das
Zentrum der
Metropolregion
Berlin/Brandenburg.
Berlin ist mit 3,4
Millionen Einwohnern
die
bevölkerungsreichste
und flächengrößte
Stadt Deutschlands
sowie nach
Einwohnern die
zweitgrößte und nach
Fläche die
fünftgrößte Stadt
der Europäischen
Union.
Berlin wurde während
seiner Geschichte
mehrfach Hauptstadt
deutscher Staaten
wie die des
Markgrafentums/Kurfürstentums
Brandenburg, des
Königreichs Preußen,
des Deutschen
Reiches oder der DDR
(nur der Ostteil der
Stadt). Seit der
Wiedervereinigung im
Jahr 1990 ist Berlin
gesamtdeutsche
Hauptstadt.
Berlin ist ein
bedeutendes Zentrum
der Politik, Medien,
Kultur und
Wissenschaft in
Europa. Die
Metropole ist ein
wichtiger
Verkehrsknotenpunkt
und eine der
meistbesuchten
Städte des
Kontinents.
Herausragende
Institutionen wie
die Universitäten,
Forschungseinrichtungen
und Museen genießen
internationale
Anerkennung. Die
Stadt ist
Anziehungspunkt für
Kunst- und
Kulturschaffende aus
aller Welt. Berlins
historisches
Vermächtnis,
Nachtleben, und
vielfältige
Architektur sind
über die Grenzen
hinaus bekannt.
Berlin ist eines der
meistbesuchten
Zentren des
nationalen und
internationalen
Städtetourismus.
Seit dem Jahr 2001
steigt die Anzahl
der Übernachtungen,
Gäste, der
neugebauten Hotels
und deren
Bettenkapazitäten
überdurchschnittlich
an. Im Jahr 2007
wurden etwa
17,3 Millionen
Übernachtungen in
Berliner
Beherbergungsbetrieben
von 7,5 Millionen
Gästen und
geschätzte
140 Millionen
Tagesbesucher
gezählt. Bis 2010
werden 20 Millionen
Übernachtungen
prognostiziert. Die
Stadt ist damit nach
London und Paris das
bevorzugte Reiseziel
innerhalb Europas.
Internationale Gäste
machen etwa 40 % der
Besucherzahlen aus.
Hierbei liegen
Besucher aus
Großbritannien, den
Vereinigten Staaten,
den Niederlanden und
Italien in der
Spitzengruppe.
Hauptanziehungspunkte
sind Architektur,
historische Stätten,
Museen, Festivals,
Einkaufsmöglichkeiten,
Nachtleben sowie
Großveranstaltungen
die jährlich mehrere
Hunderttausende
Besucher zählen.
Berlin ist außerdem
einer der zwei
größten
internationalen
Kongressveranstalter
der Welt. Das ICC
ist das größte
Konferenzzentrum
Europas und trägt
zusammen mit der
Messe Berlin zum
Geschäftstourismus
bei.
Berlin ist bekannt
für seine
zahlreichen Theater-
und
Kleinkunstbühnen.
Die bekanntesten
sind das Berliner
Ensemble, die
Volksbühne am
Rosa-Luxemburg-Platz,
die Schaubühne am
Lehniner Platz, das
Theater des Westens,
das
Renaissance-Theater,
das Deutsche Theater
Berlin, das
Maxim-Gorki-Theater,
das Grips-Theater
und der
Friedrichstadtpalast.
Außerdem verfügt
Berlin über drei
Opernhäuser: die
Staatsoper Unter den
Linden, die Deutsche
Oper und die
Komische Oper.
Daneben besitzt
Berlin mehrere
Orchester und Chöre.
Neben den Berliner
Philharmonikern
(Leitung: Sir Simon
Rattle), der
Staatskapelle Berlin
(Leitung: Daniel
Barenboim) und dem
Konzerthausorchester
Berlin gibt es
mehrere Orchester
und Chöre der
Rundfunk Orchester
und Chöre GmbH. Dies
sind das Deutsche
Symphonie-Orchester
Berlin (Kent
Nagano), das
Rundfunk-Sinfonieorchester
Berlin (Marek
Janowski), der
Rundfunkchor Berlin
(Simon Halsey) und
der RIAS Kammerchor
(Hans-Christoph
Rademann). Diese
Orchester und Chöre
treten oft zusammen
(Orchester mit Chor)
im Konzerthaus
Berlin, der Berliner
Philharmonie und in
anderen Sälen in
Deutschland oder auf
Tourneen auf der
ganzen Welt auf. Im
Chorverband Berlin
sind 236 Laienchöre
mit über 10.000
Mitgliedern
vereinigt. Die
Sing-Akademie zu
Berlin besteht als
Wiege der
bürgerlichen
Musikpflege in
Berlin seit 1791.
Brandenburg
Die Spuren vieler
europäischer Staaten
und Kulturen
verweisen auf die
weltoffene Art der
brandenburgischen
Kurfürsten und
Könige, die
Hugenotten aus
Frankreich,
Bauhandwerker aus
den Niederlanden
oder Weber aus
Böhmen in die Stadt
holten. Die
russische Kolonie
Alexandrowka (19.
Jh.), die böhmische
Webersiedlung
Nowawes (18. Jh.)
und das Holländische
Viertel (18. Jh.)
erinnern an diese
Zeiten. Heute ist
das Holländische
Viertel mit seinen
Antiquitätengeschäften,
Restaurants und
Cafés
Anziehungspunkt für
viele Gäste. Die
roten Ziegelbauten
bieten auch
alljährlich die
Kulisse für das
Tulpenfest, den
Töpfermarkt und den
niederländischen
Weihnachtsmarkt.
Auch das moderne
Potsdam ist einen
Besuch wert: Seit
den legendären
Ufa-Zeiten in den
20er und 30er Jahren
und ihren Stars wie
Marlene Dietrich
oder Hans Albers ist
Potsdam ein Zentrum
des Films. In den
traditionsreichen
Studios auf Europas
größtem und ältestem
Filmgelände
entstehen heute
nationale und
internationale Kino-
und
Fernsehproduktionen.
Besucher des
Filmparks Babelsberg
können selbst hinter
die Filmkulissen
schauen und bei
Live-Stunts oder
einer
Tauchgang-Simulation
im originalen
U-Boot-Filmset dabei
sein. Das Potsdamer
Filmmuseum im
historischen
Marstall zeigt neben
einer ständigen
Sammlung
interessante
Sonderschauen zu
Film- und
Fernsehthemen aus
der ganzen Welt.
Höhepunkte in jedem
Jahr sind zum
Beispiel die
zahlreichen Konzerte
und Aufführungen im
Rahmen der
Musikfestspiele
Potsdam Sanssouci,
die Potsdamer
Schlössernacht, die
lange Babelsberger
Filmparknacht und
die nächtlichen
Schlösserimpressionen
mit der Weissen
Flotte.
Bremen
Deutschlands älteste
Hafenstadt BREMEN
und hat über 500.000
Einwohner, ist
ebenfalls ein
Stadtstaat und seit
dem Jahr 965 eine
Handelsstadt. Die
ältesten Bauwerke
wie das gotische
Backstein-Rathaus
(1405-1410), das zum
UNESCO-Weltkulturerbe
gehört, befinden
sich im Umkreis des
Marktplatzes. Der
Roland, das
Wahrzeichen der
Stadt, dokumentiert
die lange stolze
Geschichte Bremens.
In der Fußgängerzone
steht eine Skulptur
der Bremer
Stadtmusikanten,
bekannt durch das
gleichnamige Märchen
der Brüder Grimm.
Der St. Petri Dom
erhebt sich am
Marktplatz und
beherbergt ein
Museum für Bremer
Kirchengeschichte.
Besonders reizvoll
ist ein Bummel durch
das Schnoorviertel,
ein altes Wohn- und
Künstlerviertel mit
schönen
Bürgerhäusern und
gemütlichen Kneipen.
Die Mühle am Wall
ist die einzige noch
erhaltende von acht
Mühlen, die im 17.
und 18. Jahrhundert
errichtet wurden.
Hamburg
HAMBURG und ist mit
über 1,8 Mio.
Einwohnern die
zweitgrößte Stadt
der Bundesrepublik.
Der Stadtstaat
gehörte mit u.a.
Lübeck, Bremen,
Greifswald und
Rostock zur Hanse,
dem
mittelalterlichen
Kaufmanns- und
Städtebund. Die
barocke
Michaeliskirche (der
»Michel«), das
Rathaus mit dem
grünen Kupferdach,
das elegante
Hanseviertel, die
Alsterarkaden und
die Alster (größter
See innerhalb einer
Stadt in Europa)
gehören zu den
Sehenswürdigkeiten
der Stadt. Die
Hamburger
Kunsthalle, das
Museum für
Hamburgische
Geschichte, das
Museum für Kunst und
Gewerbe, das
Altonaer Museum und
die Deichtorhallen
(moderne Kunst) sind
nur einige der
interessantesten
Museen. Die
Hamburgische
Staatsoper und das
Deutsche
Schauspielhaus
machen Hamburgs Ruf
als Kulturzentrum
alle Ehre. In
Planten un Blomen,
dem wunderschön
angelegten Park im
Herzen der Stadt am
Congresscentrum (CCH)
finden im Sommer
mehrmals täglich
eindrucksvolle
Wasserspiele statt;
abends um 22.00 Uhr
plätschern die
farbenfrohen
Wasserfontänen mit
musikalischer
Untermalung
(klassisch bis
modern). Wer
tagsüber an Planten
un Blomen
vorbeikommt wird den
Fernsehturm nicht
übersehen können.
Mit dem Fahrstuhl
kann man gegen ein
Eintrittsgeld zur
Aussichtsplattform
fahren und sowohl
die nördlichen
Stadtteile als auch
den Hafen und das
südliche Elbufer
sehen.
In der Nähe des
Fernsehturms am
U-Bahnhof Feldstraße
findet mehrmals im
Jahr ein großer
Jahrmarkt statt, der
»Dom«. Von der
Feldstraße ist es
nicht weit bis St.
Pauli im Stadtteil
Altona, dem Kneipen-
und
Vergnügungsviertel
mit der
berühmt-berüchtigten
Reeperbahn. Dieser
Stadtteil wird erst
abends richtig
lebendig. Nach einer
durchgemachten
Samstagnacht trifft
man sich um 06.30
Uhr am Sonntagmorgen
auf dem Fischmarkt.
Dort kann man nicht
nur frischen
Kutterfisch kaufen,
sondern auch Obst,
Gemüse und
Grünpflanzen. Eine
Hafenrundfahrt durch
das riesige
Hafengelände ist
ebenfalls ein
Erlebnis.
Die Einkaufsstraßen
der Hamburger
Innenstadt
konzentrieren sich
auf die Gegend
zwischen dem
Hauptbahnhof und dem
Gänsemarkt, mit
Fußgängerzonen,
Kaufhäusern,
eleganten
Einkaufspassagen und
Straßencafés. Wer im
Sommer eine Erholung
vom Einkaufsbummel
sucht kann auf der
Alster stundenweise
Ruder- oder
Tretboote mieten
(Personalausweis
muss hinterlegt
werden) und das
grüne, weit
verzweigte
Kanalsystem der
Hansestadt
erforschen.
Hessen
Hessen liegt in der Mitte Europas und ist sich dessen bewusst: Seine Kultur ist vielseitig, weltoffen, modern und international. Gleichzeitig sind Kunst und Kultur aber auch der Tradition und Geschichte des Landes verpflichtet.
Das Bundesland Hessen entstand in seiner jetzigen Gestalt nach dem Zweiten Weltkrieg. In den früheren Residenzen der Adelsgeschlechter in Darmstadt, Wiesbaden und Kassel finden sich bis heute hochrangige traditionelle Kultureinrichtungen wie Staatstheater, Landesmuseen, Schlösser, historische Gärten und Denkmäler.
Für die rasante Entwicklung Hessens zu einer internationalen Region steht auch kulturell das Rhein-Main-Gebiet mit seiner Metropole Frankfurt. Hier strahlt Hessen in die Welt aus und hier strömt die Welt am stärksten nach Hessen ein. In Frankfurt wird Kultur in hoch interessanter und aufgeschlossener Weise gelebt und erlebt. Hessen hat kulturell viel zu bieten. Im ganzen Land finden international angesehene Kulturveranstaltungen statt wie die Internationalen Maifestspiele in Wiesbaden, die Bad Hersfelder Festspiele, das Rheingau Musik Festival oder die Verleihung des Georg-Büchner-Preises in Darmstadt und des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels in Frankfurt. Sehenswert sind auch die vier hessischen Stätten auf der UNESCO-Liste des Welterbes der Menschheit. Hessen besitzt ein flächendeckendes Netz kultureller Einrichtungen von lokalen und regionalen Museen, Orchestern, Theatern und Ausstellungsstätten. Sie tragen ebenfalls dazu bei, das Land zu einem Kulturland für seine Bürgerinnen und Bürger und alle kulturell interessierten Menschen der Welt zu machen. Das Land fördert Kunst und Kultur, um eine bürgernahe, qualitativ hochwertige, engagierte, traditionelle, aber auch innovative Kulturlandschaft zu gestalten.
Mecklenburg-Vorpommern
Die Universitäts-
und Hansestadt
Rostock liegt an der
Ostseeküste in
MECKLENBURG-VORPOMMERN.
Die Universität
wurde 1419 gegründet
und war die erste
Nordeuropas.
Auffallen werden dem
Besucher die
markanten
Backsteinbauten.
Sehenswert ist das
Rathaus aus dem 13.
Jahrhundert, die
St.-Marien-Kirche im
französischen
Kathedralbaustil und
mit wertvollem
Interieur wie der
Astronomischen Uhr
(1472) und einer
Barockorgel, die die
schönste im
Ostseeraum sein
soll, die
St.-Nikolai-Kirche
mit
Straßendurchfahrt,
Wohnungen und
Konzertsaal sowie
die alte Stadtmauer
mit Wiekhäusern. Das
Ostseebad Warnemünde
ist ein reizvoller
Stadtteil Rostocks
mit altem
Fischereihafen.
Greifswald, der
Geburtsort des
Malers Caspar David
Friedrich, ist eine
kleine
Universitätsstadt
und liegt östlich
von Rostock. Am
Markt und im so
genannten
Rekonstruktionsviertel
stehen Bürgerhäuser
aus dem 15.
Jahrhundert, auch
Teile eines
mittelalterlichen
Fischerdorfes Wieck
sind erhalten. Das
Zisterzienserkloster
Hilda, später
Kloster Eldena,
wurde 1199 gegründet
und 1633 zerstört.
Die Klosterruine
diente Caspar David
Friedrich als Motiv
für seine
romantischen Werke.
Einige der Gemälde
des Malers sind im
Pommerschen
Landesmuseum zu
bewundern. Einblicke
in sein Leben
vermittelt das
Caspar-David-Friedrich-Zentrum
an der Stelle des
Geburtshaus des
Künstlers.
Die Landeshauptstadt
Schwerin wurde 1160
gegründet und ist
auch heute noch eine
reizvolle Stadt. Das
Schweriner Schloss
ist eines der besten
Beispiele deutscher
gotischer Baukunst.
Es liegt am
Schweriner See,
umgeben vom
herrlichen
Schlossgarten mit
seinen Laubengängen.
In der historischen
Altstadt stehen der
Dom, das älteste
Gebäude der Stadt,
das schöne Rathaus
und ein
interessantes Museum
mit Sammlungen
französischer,
deutscher und
niederländischer
Malerei des 17., 18.
und 19.
Jahrhunderts.
Sehenswert sind die
barocke Schelfkirche
und die
Schleifmühle.
Badevergnügen und
Erholung findet man
am Zippendorfer
Strand am Südufer
des Schweriner Sees.
Niedersachsen
Hannover, die
Landeshauptstadt von
NIEDERSACHSEN, ist
vor allem durch die
Hannover-Messe
bekannt. Besonders
sehenswert ist die
Marienkirche (14.
Jh.) und das Rathaus
mit dem berühmten
Staffelgiebel (15.
Jh.). In den
Sommermonaten locken
die
traditionsreichen
»Festwochen
Herrenhausen« Musik-
und Theaterliebhaber
in die berühmten
Herrenhäuser Gärten.
Diese bestehen aus
dem Großen Garten,
einem der schönsten
Barockgärten Europas
mit Fontänen,
Wasserspielen,
Labyrinth,
Freilufttheater,
Kaskade und
Orangerie, dem
Berggarten
(Botanischer Garten
mit Orchideen- und
Kakteensammlungen),
dem Georgengarten
(Landschaftsgarten
im englichen Stil)
und dem Welfengarten
(Parkanlage mit
Welfenschloss aus
weißem
Deistersandstein).
Das Sprengel-Museum
am Maschsee
entwickelt sich zu
einem der
bedeutendsten Museen
für moderne Kunst in
Deutschland.
Im Norden
Niedersachsens liegt
Ostfriesland,
bestehend aus einer
weiten Ebene, die
von bewaldeten
Hügeln durchzogen
wird. Auch die
autofreien
Ostfriesischen
Inseln sind für ihre
Kurorte mit modernen
Einrichtungen und
für ihre guten
Sandstrände bekannt
(siehe Die Küste).
Zwischen Elbe und
Aller befindet sich
ein großes
Naturschutzgebiet,
die Lüneburger
Heide. Moore mit
großen Heideflächen,
Birkenwäldern und
Wacholdersträuchen
bestimmen das
Landschaftsbild. Die
Fachwerkhäuser in
Celle und Lüneburg
machen einen Besuch
dieser Städte
lohnenswert.
Weiter westlich
liegt Oldenburg, das
Wirtschafts- und
Kulturzentrum der
Region zwischen Ems
und Weser.
Im Norden liegt der
Badeort
Wilhelmshaven, der
für seine
therapeutischen
Moorbäder bekannt
ist. Die Stadt ist
auch ein guter
Ausgangspunkt für
Ausflüge entlang der
Küste und auf die
Ostfriesischen
Inseln.
Zwischen Hameln und
Hann. Münden
erstreckt sich das
Weserbergland, eine
abwechslungsreiche
Mittelgebirgslandschaft,
durch die die Weser
ihren Verlauf nimmt.
Im Wesertal liegt
die
Rattenfängerstadt
Hameln. Im Sommer
wird hier jeden
Sonntagmittag das
berühmte Märchen
aufgeführt. In der
Stadt gibt es
mehrere bedeutende
Bauwerke im Stil der
Weser-Renaissance.
Der Charme der
Drei-Flüsse-Stadt
Hann. Münden geht
von ihren
Fachwerkhäusern und
der idyllischen Lage
am Zusammenfluss von
Werra und Fulda, die
als Weser
weiterfließt.
Nordrhein-Westfalen
Westfalen liegt
zwischen dem Rhein-
und Wesertal. Hier
gibt es viele
romantische
Wasserburgen und
Gebiete von
besonderer
landschaftlicher
Schönheit und
historischer
Bedeutung.
Der Teutoburger Wald
ist mit seinen
Naturschutzgebieten
ein herrliches
Wandergebiet.
Bekannte
Sehenswürdigkeiten
sind das
Eisenbahn-Viadukt in
Altenbekens, dessen
24 Steinbögen sich
über das Beke-Tal
erheben. In
Bielefeld sind die
Kunsthalle der
Familie Oetker, in
der Kunst des 20.
und 21. Jahrhunderts
ausgestellt wird,
das Industriedenkmal
Ravensberger
Spinnerei und die
Sparrenburg, ein
beliebtes
Ausflugsziel, zu
besichtigen. Das
Hermannsdenkmal bei
Detmold ist ein
bekanntes Monument,
das an die »Varusschlacht«
im Jahre 9 n.Chr.
erinnert. Eine
weitere
Sehenswürdigkeit in
Detmold ist das
fürstliche Schloss
im Stil der
Weserrenaissance.
Eine spektakuläre
Kulisse bieten die
Externsteine bei
Horn-Bad Meinberg,
eine
geschichtsträchtige
und sagenumwobene
Felsengruppe. Für
Freunde der
Weserrenaissance-Architektur
bietet Lemgo mit dem
Hexenbürgermeisterhaus,
dem Schloss Brake
mit dem
Weserrenaissance-Museum
sowie dem
restaurierten
Stadtkern rund um
das alte Rathaus
viele Fotomotive.
Auch Paderborn
glänzt mit
attraktiven
Sehenswürdigkeiten,
darunter das
Heinz-Nixdorf-MuseumsForum
(HNF), das größte
Computermuseum
weltweit, und das
Schloss Neuhaus, ein
Wasserschloss und
fürstbischöfliche
Residenz. Weithin
sichtbar erhebt sich
das Wahrzeichen des
Teutoburger Waldes:
die Porta Westfalica
ist ein 88 m hohes
Denkmal auf dem
Wittekindsberg, das
zu Ehren Kaiser
Wilhelms I. als
dessen Standbild
errichtet wurde.
Zentrum des
Münsterlandes ist
die wunderschöne
alte Bischofsstadt
Münster.
Hauptsehenswürdigkeiten
sind hier der
Prinzipalmarkt und
das gotische
Rathaus, in dem 1648
der Westfälische
Frieden geschlossen
wurde, der den
Dreißigjährigen
Krieg beendete.
Im südlich
angrenzenden
Sauerland findet man
stille Seen, Wälder
und Hügel, die im
Winter zum Skilaufen
und zu jeder
Jahreszeit zum
Wandern einladen.
Südlich von Münster
liegt das
Ruhrgebiet, ein
Industrie- und
Ballungszentrum aus
mehreren
Großstädten, die
mehr oder weniger
zusammengewachsen
sind. Das Ruhrgebiet
ist nicht nur
Deutschlands
bedeutendstes
Industriezentrum,
sondern beeindruckt
auch durch sein
faszinierendes breit
gefächertes
Kulturangebot.
Unzählige Museen,
Theater,
Kunstgalerien und
Opern machen es zu
einem der
kulturellen
Mittelpunkte
Deutschlands. Große
Parkanlagen bieten
Erholung innerhalb
der
Industrielandschaft.
Gut erhaltene oder
liebevoll
restaurierte alte
Gebäude erinnern an
die Zeiten als die
Städte an der Ruhr
noch kleine Orte
waren, umgeben von
Ackerland und
sanften Hügeln. Die
größten Städte der
Region von Westen
nach Osten sind
Duisburg
(Deutschlands
größter
Binnenhafen), Essen,
Bochum und Dortmund,
das Brauereizentrum
der Bundesrepublik.
Südlich der Ruhr, an
der Grenze zum
Siegerland liegt
Wuppertal, dessen
einzigartige
Schwebebahn das
bekannteste
öffentliche
Nahverkehrsmittel
der Region ist.
Rheinland
Das Rheinland ist
Deutschlands älteste
Kulturregion. Hier
findet man die
weiten fruchtbaren
Tiefebenen des
Niederrheins, die
Kraterseen der
Eifel, das Bergische
Land mit seinen Seen
und dem Altenberger
Dom sowie das
Siebengebirge.
Weinberge bedecken
die sonnigen Hänge
des Rheintals. Im
Frühling zur Zeit
der Obstblüte
verweilt man hier
besonders gern. In
der Nähe befindet
sich der
Nürburgring, die
berühmte
Autorennstrecke.
Unter den vielen
Burgen des Rheintals
zählen Stolzenfels,
Marksburg, Rheinfels
bei St. Goar und
Schönburg bei
Oberwesel zu den
schönsten. Zwischen
Karfreitag und Ende
Oktober betreibt die
KD Deutsche
Rheinschiffahrt
Bootsfahrten
zwischen Köln und
Mainz.
Düsseldorf, die
Landeshauptstadt
NORDRHEIN-WESTFALENS,
ist ein wichtiges
Wirtschafts- und
Kulturzentrum. Die
außerordentlich
wohlhabende Stadt
hat eine schöne
Oper, Konzertsäle,
Galerien, über 20
Theater und 17
Museen. Die
Staatliche
Kunstgalerie von
Nordrhein-Westfalen
und die Kunsthalle
sind nur zwei der
interessantesten
»Kunsttempel«. Das
große Messegelände
liegt nördlich des
Hofgartens. Im
Herzen der Stadt
liegt die elegante
Königsallee,
allgemein »Kö«
genannt. Ganz in der
Nähe findet man den
Botanischen Garten,
den Hofgarten, das
barocke Schloss
Jägerhof und den
Landtag. Weitere
Sehenswürdigkeiten
sind die Burgruine
aus dem 13.
Jahrhundert, die St.
Lambertuskirche, das
wiederaufgebaute
Rathaus (16. Jh.),
das Barockschloss
Benrath im Süden
Düsseldorfs und die
vielen Seen und
Gärten im
Stadtbereich und in
den Vororten. Die
zahlreichen
Altbierkneipen in
Düsseldorfs Altstadt
haben ihr den Ruf
der »längsten Theke
Europas«
eingebracht.
Das von den Römern
gegründete Köln ist
heute eine
bedeutende Kultur-
und
Wirtschaftsmetropole,
in der jährlich
viele Handelsmessen
stattfinden.
Wahrzeichen der
Stadt ist der
gotische Dom von St.
Peter und St. Maria
(13.-19. Jh.), der
zum Weltkulturerbe
der UNESCO gehört.
Besonders sehenswert
sind auch der
goldene Schrein der
Heiligen Drei
Könige, die
mittelalterlichen
Stadtmauern und die
vielen romanischen
Kirchen wie St.
Pantaleon, St.
Georg, St. Apostein,
St. Gereon und St.
Kunibert. Die
schönsten gotischen
Kirchen sind St.
Andreas, die
Minoritenkirche und
die Antoniterkirche.
Zahlreiche römische
Überreste wie das
Dionysosmosaik, das
Praetorium, die
Wasserrinnen und die
Katakomben haben
sich erhalten. Das
Wallraf-Richartz-Museum
(bedeutende
Gemäldesammlung) ist
zusammen mit dem
Museum Ludwig
(moderne Kunst) in
einem umstrittenen
Neubau am Rheinufer
in der Nähe des Doms
und des Bahnhofs
untergebracht. Das
Römisch-Germanische
Museum, das
Schnütgen-Museum
(mittelalterliche
Kirchenkunst), den
Zoo und den
Rheinpark mit seinen
»tanzenden Fontänen«
sollte man ebenfalls
gesehen haben. Die
Stadt ist idealer
Ausgangspunkt für
Rheinfahrten und mit
Düsseldorf zusammen
die Hochburg des
rheinischen
Karnevals. Die
Altstadt wurde
liebevoll
restauriert und ist
wie die großen
Einkaufsstraßen eine
Fußgängerzone.
Aachen ist ein
bekanntes Heilbad
und die alte
Hauptstadt des
Kaiserreichs Karls
des Großen.
Sehenswürdigkeiten
sind der
weltberühmte
Kaiserdom, der
Marmorthron Karls
des Großen, die
achteckige Kapelle,
das Suermondt-Museum
(Gemälde und
Skulpturen) und die
Fontänen, deren
schwefelhaltiges
Wasser Aachen zu
einem Heilbad
machten. Das Rathaus
wurde zwischen 1333
und 1370 auf den
Ruinen des
Kaiserschlosses
erbaut, die
Krönungshalle und
die schönen Fresken,
die Karl den Großen
darstellen, sind
besonders
sehenswert.
Bonn ist die
ehemalige Hauptstadt
der Bundesrepublik
Deutschland und auch
nach der Verlegung
des Regierungssitzes
nach Berlin Sitz
vieler Ministerien,
Behörden und
Botschaften. Seit
einiger Zeit sind im
Bonner Stadtteil
Godesberg, dem
ehemaligen
Diplomatenviertel
der Stadt, auch
verschiedene
UN-Organisationen
angesiedelt, so dass
Bonn nun neben Wien
und Genf eine der
drei europäischen
UN-Städte ist. In
der schönen
Innenstadt sind vor
allem das Bonner
Münster (11.-13.
Jh.) mit seinen
Kreuzgängen, die
Remigiuskirche
(13.-14. Jh.), der
Marktplatz mit dem
barocken Rathaus
(1737), das
Poppelsdorfer
Schloss (1715-40)
und der Botanische
Garten sehenswert.
Auf der anderen
Bonner Rheinseite
lockt die
wunderschöne
zweistöckige Kirche
in Schwarzrheindorf
(1151). Entlang der
Adenauerallee/Friedrich-Ebert-Allee
liegt die
Museumsmeile mit der
Kunst- und
Austellungshalle der
Bundesrepublik
Deutschland, dem
Kunstmuseum, dem
Haus der Geschichte
und dem Deutschen
Museum. Interessant
ist auch ein Besuch
im
Naturwissenschaftlichen
Museum Alexander
König und dem
August-Macke-Haus,
in dem der berühmte
Expressionist August
Macke, der im 1.
Weltkrieg fiel,
lebte und arbeitete.
Das Geburtshaus
Beethovens ist heute
ebenfalls ein
Museum. Wen es ins
Grüne zieht kann in
den Parkanlagen der
Stadt Erholung
suchen oder die
Rheinpromenade
entlangspazieren.
Auf der Höhe von
Godesberg beginnt
auf der anderen
Rheinseite das
einmalige Panorama
des Siebengebirges.
Der bekannteste Berg
des Siebengebirges
ist wohl der
Drachenfels, von
dessen Burgruine man
einem wunderschönen
Ausblick auf das
Rheintal in beide
Richtungen hat. Auch
der Petersberg mit
seinem Hotel, das
einst als Gästehaus
der Bundesrepublik
Deutschland
hochrangige
Staatsgäste aus
aller Herren Länder
beherbergte, ist ein
bekanntes
Wahrzeichen. Der
Kottenforst und der
Venusberg sind
beliebte
Naherholungsgebiete
der Bonner. Das
Ahrtal und Schloss
Augustusburg in
Brühl sind ebenfalls
schöne
Ausflugsziele. An
alte Traditionen
anknüpfend findet
jedes Jahr Anfang
Mai die
Open-Air-Veranstaltung
»Rhein in Flammen«
statt. Überall an
den gebirgigen
Rheinufern von Bonn
bis Mainz werden am
Abend Leuchtfeuer
entzündet, der
Höhepunkt von Rhein
in Flammen ist ein
riesiges
Feuerwerksspektakel.
Von Köln und Bonn in
Richtung Mainz kann
man die schönsten
Schiffsausflüge
machen. Besonders zu
empfehlen sind die
Tagesausflüge nach
Linz, Koblenz oder
Rüdesheim entlang
des romantischen
Rheinlandschaft.
Rheinland-Pfalz
Mainz ist die
Landeshauptstadt von
RHEINLAND-PFALZ,
Universitätsstadt
und seit 2000 Jahren
Bischofssitz. Die
Stadt liegt an den
Flüssen Main und
Rhein und hat viele
schöne alte
Fachwerkhäuser. Im
Gutenberg-Museum
kann man alles
Wissenswerte über
den Buchdruck
erfahren. Der
Mainzer Dom ist 1000
Jahre alt. Das
Kurfürstliche
Schloss, die
römische
Jupitersäule (67 n.
Chr.) und die
Zitadelle mit dem
Denkmal des Generals
Nero Claudius Drusus
sind äußerst
sehenswert. Die
Mainzer Fastnacht
(Karneval) und der
Weinmarkt (Ende Aug.
- Anfang Sept.) sind
Höhepunkte im
Veranstaltungskalender
der Stadt.
Südlich von Mainz im
Wonnegau liegt die
alte Reichs- und
Bischofsstadt Worms
mit dem Dom und
zahlreichen anderen
romanischen Bauten.
Die Synagoge (11.
Jh.) im Wormser
Judenviertel ist der
älteste jüdische
Sakralbau in
Deutschland. Der
sagenumwobene Schatz
der Nibelungen soll
in der Nähe von
Worms auf dem Grunde
des Rheins liegen.
Das Wormser
Nibelungenmuseum
widmet sich diesem
Mythos, der im
Nibelungenlied (12.
Jh.) besungen wurde.
In Speyer steht das
größte und
bedeutendste
romanische Bauwerk
Europas, der
Kaiserdom (11. Jh.),
der zum
UNESCO-Weltkulturerbe
ernannt wurde. Die
Krypta ist Grablege
von acht deutschen
Kaisern und Königen
sowie zahlreicher
Bischöfe. Sehenswert
ist außerdem die
historische Altstadt
mit Stadtmauer und
Stadttor Altpörtel,
das Rathaus (18.
Jh.), die Alte Münze
und das Kloster St.
Magdalena sowie der
Judenhof und das
Judenbad aus dem
frühen 12.
Jahrhundert. Die
Speyerer Mikwe ist
das älteste jüdische
Ritualbad in
Mitteleuropa. Die
sonnige Pfalz mit
ihrem milden Klima,
in dem neben Wein
auch Mandeln,
Pfirsiche, Feigen
und Esskastanien
gedeihen, wird auch
als »Toskana
Deutschlands«
bezeichnet.
Koblenz liegt am
Zusammenfluss von
Mosel und Rhein. Von
der Festung
Ehrenbreitstein
(1816-32) hat man
einen schönen Blick
auf das
gegenüberliegende
Deutsche Eck
(benannt nach dem
früheren
Deutschherrenhaus)
mit dem Denkmal der
deutschen Einheit
von 1870. Von
besonderem Interesse
sind die
Klosterkirche
(12.-13. Jh.) und
das Kurfürstliche
Schloss. Auch die
Florinuskirche (12.
Jh., die Kanzel ist
aus dem 14. Jh.) und
die Liebfrauenkirche
(12. Jh., die Kanzel
stammt aus dem 15.
Jh.) sind
sehenswert. In
Ehrenbreitstein gibt
es ebenfalls ein
Beethoven-Museum.
Ein Abstecher lohnt
sich in die alte
Römerstadt Trier, an
der Mosel 100 km
südwestlich von
Koblenz gelegen.
Trier, das zum
UNESCO-Weltkulturerbe
erklärt wurde, ist
die älteste deutsche
Stadt. Unbedingt
einplanen sollte man
einen Besuch der
zahlreichen
eindrucksvollen
römischen
Baudenkmäler; die
Porta Nigra (das
große Stadttor aus
dem 2. Jh.), die
Kaiserthermen, die
Basilika, die
Römische Palastaula
und das Amphitheater
sind wohl die
bekanntesten.
Besonders schön sind
außerdem der
imposante Dom (4.
Jh.), die gotische
Liebfrauenkirche,
das Simeonsstift
(Kreuzgänge aus dem
11. Jh.) und die
Matthäuskirche. Die
Kirche von St.
Paulinus wurde von
Balthasar Neumann
entworfen und ist
eine der schönsten
Barockbauten im
Rheinland.
Sehenswert ist auch
das Heimatmuseum,
das Städtische
Museum, die
Stadtbibliothek
(berühmte
Manuskripte) und das
Geburtshaus von Karl
Marx.
Der Pfälzer Wald,
den man auf
zahlreichen gut
markierten
Wanderwegen erkunden
kann, und die sanft
zur Rheinebene
abfallende Haardt
mit ihren
Weinbergen,
Burgruinen, Mandel-
und
Esskastanienbäumen
zählen zu den
schönsten
Ferienzielen im
Südwesten
Deutschlands. In Bad
Dürkheim am Rande
des Pfälzer Waldes
findet alljährlich
am zweiten und
dritten
Septemberwochenende
der traditionelle
»Wurstmarkt« statt,
Deutschlands größtes
Weinfest. Von April
bis Ende Oktober
laden die
malerischen Pfälzer
Winzerorte entlang
der Weinstraße zu
gemütlichen
Weinfesten.
Saarland
Das SAARLAND
grenzt an Luxemburg
und Frankreich. Die
Landeshauptstadt
Saarbrücken ist eine
moderne
Industriestadt.
Sehenswert sind die
Ludwigskirche und
der Ludwigplatz
(1762-75), die
Universitätskirche
St. Arnual (13. und
14. Jh.), das
Schloss und die
spätgotische
Schlosskirche. Im
Franko-Germanischen
Garten, einem
Vergnügungspark,
gibt es eine
Modellstadt
(Gullivers
Miniaturwelt). Die
Garnisonsstadt
Saarlouis ist eine
Stadtgründung des
Sonnenkönigs Ludwig
XIV. mit
historischen
Festungsanlagen des
berühmten
Baumeisters Vauban.
In der Stadt finden
sich zahlreiche
Gebäude aus
französischer und
preußischer Zeit
(17.-19. Jh.). In
den liebevoll
restaurierten
Kasematten sind
heute zahlreiche
Gaststätten und
Kneipen
untergebracht,
weshalb sie auch die
"längste Theke des
Saarlandes" genannt
werden. Das
Industriedenkmal
Völklinger Hütte bei
Völklingen sowie die
Saarschleife und die
traditionelle
Porzellanmanufaktur
Villeroy & Boch in
Mettlach sind
ebenfalls einen
Besuch wert.
Sachsen
Wer erlesene
Kunstschätze und
hochkarätige Musik
sucht, weltberühmtes
Traditionshandwerk
und moderne
Manufaktur-Geschichte
erleben möchte,
stilvoll speisen und
fürstlich
übernachten will,
der ist in Sachsen
an der richtigen
Adresse. Hier wird
das berühmte "Weiße
Gold" - filigranstes
Porzellan -
gezaubert, aus
saftigen Trauben
entstehen
preisgekrönte Weine,
aus massivem Holz
possierliche
erzgebirgische
Holzfiguren und mit
den Glashütter Uhren
fühlt man den Puls
der Zeit. Sachsen
macht seinen Gästen
Dampf als Land mit
den meisten
Dampfeisenbahnen in
Deutschland.Dresden
präsentiert sich mit
als Stätte des
UNESCO Welterbes,
Leipzig zeigt sich
als „Klein-Paris“,
Chemnitz ist die
Stadt mit Köpfchen,
die kleinen Städte
verführen mit ihren
zum Teil 1.000 Jahre
alten Marktplätzen.
Und: In Sachsen
hängt der Himmel
sogar voller Geigen.
Wer in Sachsen
Urlaub machen will,
kann sich sein
Feriendomizil in
sechs Regionen
suchen. Im
Elbsandsteingebirge
mit dem Nationalpark
Sächsische Schweiz
können Sie sich auf
abenteuerliche
Klettertouren
begeben. In
Deutschlands
nordöstlichstem
Weinanbaugebiet, dem
Sächsischen Elbland,
gehören Wein und
Porzellan zu
Lebenslust und
Kunstgenuss, während
das Erzgebirge als
Wanderparadies und
Heimat
erzgebirgischer
Holzkunst sowie mit
blitzenden Oldtimer-
Karossen und
klassischer Musik
von Robert Schumann
lockt. Die
kontrastreiche Natur
und zum Teil 1.000
Jahre alte
Städtekultur machen
die Oberlausitz im
Osten Sachsens zu
einem Mekka für
Radurlauber und
Städtebummler.
Hingegen gilt das
Sächsische Burgen-
und Heideland als
Tal der Schlösser
und Burgen, im
malerischen Vogtland
hängt wegen des
handwerklichen
Musikinstrumentenbaus
seit mehreren
Jahrhunderten der
Himmel voller
Geigen.
Sachsen-Anhalt
Magdeburg, die
Hauptstadt von
SACHSEN-ANHALT, ist
Bischofs-,
Universitäts- und
Industriestadt,
zentral zwischen
Berlin und Hannover
gelegen. Dom (955)
und
Liebfrauenkloster
sind Zeugnisse der
über 1000-jährigen
Geschichte der
Stadt. Bekannt wurde
sie vor allem durch
den Magdeburger
Reiter, dem ersten
frei stehenden
Reiterstandbild
nördlich der Alpen.
Außerdem sind die
schönen
Gründerzeithäuser
sehenswert.
Der Harz mit seinem
Naturpark ist eines
der schönsten
Wandergebiete
Deutschlands. Der
Brocken, mit 1141 m
ü.d.M. die höchste
Erhebung des
Gebirges, ist für
Wanderer zugänglich.
Am nördlichen
Harzrand liegt die
schöne Stadt
Quedlinburg mit
vielen liebevoll
restaurierten
Fachwerkhäusern aus
dem 16. Jahrhundert
und einem
Renaissance-Rathaus.
Besonders sehenswert
sind die romanische
Stiftskirche St.
Servatii mit dem
Domschatz (u.a.
wertvolles
Wappenkästchen
Kaiser Ottos IV.)
und das
Fachwerkensemble
Finkenherd in der
Stadtmitte. Die
Altstadt wurde von
der UNESCO zum
Weltkulturerbe
erklärt. Eingebettet
in die Harzer
Gebirgslandschaft
liegt die Stadt
Wernigerode mit dem
gotischen Rathaus
aus dem 16.
Jahrhundert, einem
Fachwerkbau mit zwei
schlanken Türmen,
der der Stadt eine
Märchenbuchatmosphäre
verleiht.
Fachwerkhäuser aus
sechs Jahrhunderten,
darunter das Schiefe
Haus, gilt es zu
entdecken.
Werningerode ist ein
idealer
Ausgangspunkt für
Ausflüge in die
herrliche Umgebung,
in der es viele
hübsche Dörfer mit
Fachwerkhäusern
gibt. Der Luftkurort
Stolberg wird oft
als die »Perle des
Südharzes«
bezeichnet. Auch
hier beherrschen
Fachwerkhäuser das
Stadtbild.
Weiter südöstlich
liegt Halle. In der
Marienkirche am
Marktplatz (1529)
predigte einst
Martin Luther. Der
Komponist Händel
wurde 1685 hier
geboren und jährlich
im Juni finden die
internationalen
»Händelfestspiele«
statt.
Im nahe gelegenen
Wittenberg nagelte
Luther im Jahre 1517
seine »95 Thesen
gegen den
Ablasshandel« an die
Tür der
Schlosskirche und
leitete damit die
Reformation in
Deutschland ein.
Zahlreiche prächtige
Bauten aus dem 16.
Jahrhundert, das
Wohnhaus Luthers,
das
Melanchthon-Haus,
die Schlosskirche
und die Gebäude der
ehemaligen
Universität bezeugen
die
jahrhundertelange
Bedeutung der Stadt.
Die Lutherstätten in
Wittenberg gehören
mittlerweile zum
UNESCO-Weltkulturerbe.
Südlich von Halle
liegt die
historische Stadt
Naumburg, deren
Wahrzeichen der
schöne
spätromanisch-frühgotische
Dom St. Peter und
Paul mit seinen
berühmten
Stifterfiguren ist.
Abstecher in die
alten Hansestädte
Salzwedel, Stendal
und Tangermünde
lohnen sich.
Schleswig-Holstein
Die Landschaft im
nördlichsten
Bundesland
SCHLESWIG-HOLSTEIN
ist überwiegend
flach mit sanften
Hügeln, Seen und
schönen
Sandstränden. Die
Ostseebäder werden
jeden Sommer von
vielen
Erholungssuchenden
besucht (siehe Die
Küste). Abseits der
Touristenpfade
liegen die
bezaubernden
Kleinstädte
Ratzeburg und Mölln.
In Schleswig ist vor
allem der schöne
alte Dom zu
bewundern. Die
historische Altstadt
hat durch kleine
Straßen und alte
Gebäude ein
besonderes Flair.
Die Fischersiedlung
Holm aus dem 10.
Jahrhundert besteht
auch heute noch aus
zahlreichen kleinen
Fischerhäusern.
Südlich von
Schleswig liegt die
alte Wikingerstadt
Haithabu (»Stadt in
der Heide«) - heute
ein modernes Museum,
das über die
hiesigen
Ausgrabungen und das
Alltagsleben der
nordischen Eroberer
informiert.
Lübeck, dessen
Altstadt von Wasser
umgeben ist und zum
UNESCO-Weltkulturerbe
zählt, gilt als die
schönste Stadt
Norddeutschlands.
Das Holstentor, das
Rathaus, die
Marienkirche, das
Heilige-Geist-Spital
und die vielen im
Stil norddeutscher
Backsteinbaukunst
erbauten
Bürgerhäuser
verweisen auf die
einflussreiche
Geschichte der
Handelsstadt, die im
Mittelalter ihre
Blütezeit erlebte.
Thomas Mann
verewigte sie in
seinem »Buddenbrooks«-Roman.
Im Buddenbrook-Haus
befindet sich das
Heinrich- und
Thomas-Mann-Zentrum,
das über Leben und
Werk der Brüder
informiert. Lübecks
Zentrum wurde
kürzlich zur
autofreien Zone
erklärt.
Thüringen
THÜRINGEN liegt
zwischen Sachsen und
Hessen und wird
durch seine zentrale
Lage und die
großflächigen
Waldgebiete als das
»grüne Herz
Deutschlands«
bezeichnet. Die
bewaldeten Höhenzüge
des Thüringer Waldes
und des
Schiefergebirges
machen die Region
zum idealen
Wandergebiet. Der
berühmteste
Wanderpfad ist der
Rennsteig, der sich
über 168 km
erstreckt.
Neben der zentralen
administrativen
Funktion als
Landeshauptstadt und
der Entwicklung zu
einem Verwaltungs-,
Dienstleistungs- und
Handelszentrum in
Thüringen, ist die
Stadt Erfurt auch
kulturelles Zentrum
des Freistaates. Das
kulturelle Erbe der
Stadt zeugt von
seiner
jahrhundertealten
Tradition als reiche
Handelsstadt. Im
historischen
Stadtzentrum ist
eine Vielzahl
sakraler Bauten,
aber auch imposante
Bürgerhäuser
ausgezeichnet
erhalten und
restauriert worden.
Der imposante
gotische Mariendom
mit der Kirche St.
Severi ist das
weithin sichtbare
Wahrzeichen der
Stadt. Im Sommer
finden auf den
Domstufen
musikalische
Festspiele mit
Opernaufführungen
statt. Unbedingt
sehenswert sind die
Krämerbrücke, die
einzige bebaute und
bewohnte Brücke
nördlich der Alpen,
und der Fischmarkt
mit dem schönen
Rathaus. Die
Gründung der
Universität fand im
Jahre 1392 statt und
ging mit einem von
Martin Luther und
dem Erfurter
Humanistenkreis
beeinflussten
geistig-kulturellen
Aufschwung einher.
In den Museen der
Stadt befinden sich
wertvolle Sammlungen
mittelalterlicher
Kunstschätze, die
wichtigsten
ethnografischen
Zeugnisse Thüringens
sowie eine der
attraktivsten
naturkundlichen
Sammlungen.
Suhl ist das
Wintersportzentrum
der Region, vor
allem Langlauffans
kommen hier auf ihre
Kosten.
In Eisenach, dem
Geburtsort Johann
Sebastian Bachs,
steht das älteste
Stadttor Thüringens.
Sehenswert ist auch
die romanische
Nikolaikirche. In
der Wartburg, die
die Stadt überragt,
suchte Martin Luther
als Junker Jörg
Zuflucht und
übersetzte das neue
Testament ins
Deutsche.